Ohrenpflege, Otitis, Milben

 

 

Ohren reinigen - aber richtig

Die Ohren sollten trocken aussehen. Wenn sich Ohrenschmalz in den Ohren befindet, dann reinigen Sie sie mit einem leicht nassen Wattebäuschchen. Man sollte jedoch darauf achten, dass man nicht zu tief in das Ohr hineingerät, es könnte so Verletzungen geben.

Um die Ohren der Katze gründlich zu reinigen, empfiehlt es sich, einen speziellen Ohrreiniger in das Ohr zu geben und einwirken zu lassen. Sie können das Ohr auch massieren, damit der Reiniger besser ins Innere gelangt. Meist schüttelt die Katze dann die gelösten Schmutzteilchen durch heftige Kopfbewegungen selbst aus dem Ohr. Sie sollten dann nur noch die Ohrmuschel behutsam mit einem Papiertuch abwischen. Verwenden Sie keine Wattestäbchen, damit würden Sie den Schmutz nur weiter ins Ohr hineindrücken. Zudem wäre die Gefahr von Verletzungen im Inneren des Ohres zu groß.

Was tun bei einer Gehörgangentzündung?

Wenn Sie beim Ohrencheck eine heftige Schmalzbildung feststellen oder trockenes bräunliches Sekret finden, sollten Sie sofort zu Ihrem Tierarzt gehen. Eventuell liegt dann eine Gehörgangentzündung (Otitis) vor. Der frühe Gang zum Tierarzt ist deshalb wichtig, damit sich die Entzündung nicht ausweiten kann, um dann mit Geschwürbildung und starken Schmerzen das Wohlbefinden und die Gesundheit Ihrer Katze zu schwächen. Die Gründe für eine Otitis sind vielfältig - sie kann durch Fremdkörper, anatomische Besonderheiten oder Milben hervorgerufen werden.

Milben

Die im Bereich von Nasen- und Augengegend, Ohr oder äußerem Gehörgang in Haarwurzeln lebende Milbe steht verwandtschaftlich der Pferdemilbe sehr nahe. Sie wird für einige Hauterkrankungen bei der Katze verantwortlich gemacht. Eine Erkrankung, die im Volksmund als Stachelbeerkrankheit oder Herbstbeisse bekannt ist, tritt vorwiegend im Herbst auf. Hier ist ruft nur die Larve Krankheitserscheinungen hervor, nicht dagegen die Milbe selbst. Der Mensch kann vorübergehend durch Larven oder Jungmilben befallen werden.

Die im Gehörgang lebenden Milben rufen dort sehr starken Juckreiz hervor und bewirken im Laufe der Zeit die Absonderung eines schwarzen, typischen Sekrets. Die erkrankten Katzen schütteln häufig den Kopf. Oft reiben sie die Ohren auffällig und verursachen sich selbst durch intensives Kratzen eiternde Wunden. Der mit dieser Infektion verbundene Juckreiz kann auch nach sehr sorgfältiger Reinigung der Gehörgänge und der vollständigen Beseitigung der Milben noch einige Wochen anhalten. Dies ist auf eine allergische Reaktion der Haut auf ein Sekret der Milben zurückzuführen. Das von den erkrankten Tieren durch Kopfschütteln oder Kratzen in die Umgebung verstreute milbenhaltige, trockene Sekret kann infektionsfähige Milben oder deren Eier über viele Wochen enthalten. Für die Übertragung kommen sowohl der direkte körperliche Kontakt, die Berührung mit infizierten Sekreten oder Lagerstätten und die Verschleppung der Milben durch Flöhe in Frage.

Nach frischer Infektion sind die Milben mit einer Lupe in dem Gehörgang leicht zu erkennen. Oft sieht man deutlich ihre Fortbewegung auf der hellen Haut des Gehörganges. Später sind sie schwer zu erkennen, da der Gehörgang durch das schwarze Sekret verunreinigt ist.

Die Milben widerstehen oft für lange Zeit einer Therapie. Dies liegt daran, dass es schwierig ist, die Gehörgänge befallener Katzen gründlich zu reinigen und damit dem örtlich wirkenden Medikament den Zutritt zu den Milben zu verschaffen. Oft ist der Behandlungsabstand nicht kurz genug. Die tägliche Verabreichung von kolloidalen Silbers hat sich bewährt.

Manche Katzen reagieren auf die Anwendung von Orisel ( nicht so empfehlenswert ) kurzzeitig mit einer Reizung des Innenohres, wodurch Speicheln und Gleichgewichtsstörungen hervorgerufen werden können.

Mitunter scheinen die Milben auch während der Behandlung aus den Gehörgängen zeitweise auszuwandern und an anderen Körperstellen in der Umgebung der Ohren und an der Schwanzspitze zu leben. Besonders dann, wenn die Katze beim Schlafen die Schwanzspitze in ihre Ohrmuschel hereinragen lässt, kann es ständig zu Reinfektionen kommen. Bei hartnäckigen Fällen sollte daher immer eine Ganzkörperbehandlung mit einem für Katzen verträglichen Mittel Erwägung gezogen werden

 

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