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FORL |
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FORL: Früher wurde
diese Zahnerkrankung auch “Katzenkaries” oder “Neck Lesion/
Zahnhalsläsion” genannt, da man auffällige Läsionen am
Zahnfleischrand, also Zahnhals beobachten kann. Nach Angaben des
“American Veterinary Dental Forum” findet man bei ca. 72 % aller
Katzen die älter als 5 Jahre sind mindestens 1 Läsion. Im Gegensatz zu
den Kavitäten (Löchern) in menschlichen Zähnen, die durch Karies
verursacht werden, ist die genaue Ursache der FORL nicht bekannt.
Allerdings findet man in den Resorptionsstellen einen speziellen Zelltyp:
die Odontoklasten. Diese Zellen scheinen für die Zerstörung
verantwortlich zu sein. Warum sie plötzlich aktiviert werden ist nicht
bekannt. Bleibt eine Zahnsanierung aus, so ist anzunehmen, daß die Zahnwurzeln langsam sich zersetzen und dies den ganzen Organismus belastet, vor allem die Nieren. Läßt man eine Zahnsanierung durchführen, so ist es meines Wissens sehr wichtig, daß das Tier VOR der Operation 2-3 Tage ein Antibiotikum bekommen sollte und NACH der Operation noch 5 Tage. Wir geben in solchen Fällen das Kolloidale Silber, da es den Organismus nicht so sehr belasten soll, wie ein chemisches Antibiotika. Während der Operation sollte eine Infusion mitlaufen, damit die Narkose weniger belastend ist. Eine einmalige Gabe von Arnica D6 NACH der Operation kann zur schnellen Heilung im Mäulchen beitragen. Sollte das Tier nach dem Eingriff Schmerzen haben, so kann man eine blaue Lichtdusche ( 65 Watt-Birne ) gerne mehrmals am Tag anwenden. Wenn das Tier das Licht nicht mehr möchte, dann geht es von selbst aus dem Licht. Ich habe bei der Sanierung von unserer Katze Blue 2 Tage das Futter püriert und bereits am 3. Tag hat sie wieder normal gefressen, obwohl sie große Wunden im Mäulchen hatte. Alles ist wunderbar verheilt.
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| Stadium 1: Der Zahnschmelz ist zerstört. Da das Dentin (Zahnbein, Hauptsubstanz des Zahnes) noch nicht betroffen ist, scheint dieses Stadium nicht schmerzhaft zu sein. Die Läsion wird gesäubert, geglättet und fluoridiert. | |
| Stadium 2: Zerstörung von Schmelz und Dentin. Der Zahn reagiert sensibel. Der Defekt wird mit einer Füllung versehen, welche Fluor- Ionen freisetzt. Dies führt zu einer vorübergehenden Besserung des Allgemeinbefindens der Katze. Langzeiterfolge sind allerdings zweifelhaft, da die Zahnsubstanz durch die Osteoklasten weiter zerstört wird. | |
| Stadium 3: Mittels einer Röntgenaufnahme kann festgestellt werden, ob ein Einbruch in die Nervenhöhle erfolgt ist. Durch die bakterielle Besiedlung der Mundhöhle dringen Keime ein und können über die Wurzelspitze in den Kieferknochen gelangen. Ein schmerzhafter Wurzelspitzenabszeß ist die Folge. Der Zahn wird extrahiert bzw. teilresiziert. | |
| Stadium 4: Der Zahn ist weitgehend zerstört und wird extrahiert wobei darauf zu achten ist, daß kein Wurzelrest zurück bleibt. Dies wird mit einer Röntgenaufnahme bestätigt. | |
| Stadium 5: Die Zahnkrone ist nicht mehr vorhanden, teilweise ist auch die Zahnwurzel bereits in Knochen umgewandelt. Allerdings findet man häufig infizierte Wurzelreste im Kieferknochen, die mit spitzen Enden durch das Zahnfleisch spießen und der Katze erhebliche Beschwerden bereiten. Auch hier ist die Anfertigung einer Röntgenaufnahme unerläßlich! Die Wurzelreste werden vorsichtig entfernt und die Extraktionsstelle vernäht |
| Meines Wissens können wahrscheinliche Ursachen die Fütterung von Trockenfutter, große harte Brocken (mechanischer Stress), Zähneknirschen, chronische Entzündungen und ein unstimmiges Calcium-Phosphor-Verhältnis bei der Nahrung FORL verursachen. Weiterhin steht eine Überdosierung von Vitamin D 3 im Verdacht, welches im Dosenfutter häufig zu finden ist. Das Verfüttern von größeren Fleischstücken ist meines Wissens besser als gewolftes Futter. |
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Histologische Untersuchungen zu Frühveränderungen
der Felinen Odontoklastischen Resorptiven Läsionen (FORL) an klinisch
gesunden Zähnen
[2004-03-09]
ZUSAMMENFASSUNG:
Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen (FORL, früher „neck lesions“) sind lakunäre Defekte in der Zahnhartsubstanz. Aufgrund der Progression in der Katzenpopulation spielt diese Erkrankung eine große Rolle. Deshalb wurden 45 in einer Berliner Kleintierpraxis verstorbene oder euthanasierte Katzen auf das Vorliegen von FORL und dabei insgesamt 80 klinisch gesunde Zähne in 61 Kiefersegmenten histologisch und histochemisch untersucht. Die von Roes (1996) aufgestellte Hypothese zur Pathogenese wird bestätigt. Die aktualisierte Definition der FORL lautet: Die FORL der Katze ist eine exogen, in der Regel im Wurzelbereich beginnende Erkrankung des Periodontiums, die durch den zellulären Abbau der Zahnhartsubstanz gekennzeichnet ist und bei der zunächst Odontoklasten und später auch Plasmazellen eine zentrale Rolle spielen. Mit freundlicher Genehmigung der: © Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG |